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Mit Data Storytelling Unternehmen richtig steuern

Unter dem Buzzwort “Digitale Transformation” werden zahlreiche Veränderungen beschrieben. Für mich persönlich sind die Hauptfelder hauptsächlich in den Themen Social Collaboration, vernetztes Arbeiten, mobile Kommunikation, BI & Big Data zu sehen. Durch die Digitalisierung von Geschäftsprozessen und -strukturen sowie das Aufkommen vollkommen neuer Geschäftsmodelle entsteht vor allem eins: eine Flut an Daten. Es kann mittlerweile so ziemlich alles erfasst werden: sei es die Conversion Rate des letzten Mailings oder die Wegeerfassung im Supermarkt dank iBeacon (was ich übrigens hochspannend finde – würde gern mal meine Route sehen :-)).

Diese wachsende Zahl verschiedener Datenquellen und -typen sowie immer dynamischere und komplexere Marktbedingungen machen  Entscheidungen immer schwieriger- sei es im Unternehmensumfeld oder auch im Privaten. Immer mehr fühlen wir uns gezwungen, weiterhin Daten zu sammeln, tausend Berichte zu lesen oder uns in Foren zu belesen um ja keine Information zu verpassen, die zur Entscheidungsfindung beitragen könnte.  Für Unternehmensentscheider verschärft sich die Situation natürlich: Zusammenhänge zwischen Unternehmens- und Kundendaten sind nicht immer auf den ersten Blick greifbar oder der Gesamtkontext lässt sich nicht einfach erfassen aufgrund der Komplexität und Menge der Daten.

Die Visualisierung der Datenflut wird hier zum entscheidenden Erfolgsfaktor bei strategischen Entscheidungen. Daten sind längst nicht mehr nur nur ein lästiges Pflichtprogramm in unternehmensbezogenen Diskussionen. Je verständlicher Daten aufbereitet werden und je deutlicher Muster, Strukturen oder Analyseergebnisse werden, desto leichter ist für alle Beteiligten der Erkenntnisgewinn. Ergo: gut visualisierte Daten erleichtern unsere Arbeit und sichern wichtige Entscheidungen.

Wie machen wir das? Daten zu Leben erwecken? Die Lösung heißt Data Storytelling. Erzähle mit deinen Daten eine Geschichte. Heißt konkret:

  1. Zielbestimmung: Lege dein Ziel fest, sei konkret, sei präzise. Was soll die Darstellung deiner Daten am Ende erreichen?

2. Zielgruppe: Definiere die Zielgruppe deiner Story: wer wird dir zuhören, wen musst du mit deiner Präsentation “einfangen”? Sales-Kollegen haben vollkommen andere Ansprüche an eine Präsentation/an Daten als ein Geschäftsführer oder Projektmanager. Nur wenn du sie gezielt ansprichst, werden sie sich wiederfinden.

3. Konzentration: Mach dir bewusst, welche Hauptfaktoren, -informationen, -zahlen zu kommunizieren willst: im Idealfall konzentriere dich auf ein bis zwei Zahlen und baue eine Szenario für diese.

4. Metapher definieren: Wir bedienen uns der “Märchen-Methodik” (nennen wir es einmal so) a la “Was ist die Moral der Geschichte”. Überlege dir eine Metapher oder Assoziation, mit der sich die Zielgruppe identifizieren kann. Daten, die in einer Geschichte verpackt sind, können wir uns erwiesenermaßen wesentlich besser merken.

5. Visuals bestimmen: suche dir eine geeignete Methode um deine Story zu veranschaulichen – entwerfe Visuals. Bei vielen Daten: baue dir anschauliche Infografiken oder Diagramme – alles, nur nicht langweilig sein. Die meisten von uns nutzen seit 25 Jahren das gleiche Tool dafür: PowerPoint. Kann man machen, muss man aber nicht. Der Markt der Visualisierungstools wächst und wächst und hat mittlerweile einiges zu bieten. Ich denke da so an Deon, Prezi, Storify, Zoho Show. Diese dienen vorwiegend der guten Visualiserung der Daten. Will man aber eher in Richtung Data Analytics & Reports gehen, kommen Tools wie HootSuite, AdClarity oder Salesforce ins Spiel. Die Zahl der Beispiele lässt sich in beiden Bereichen noch fortsetzen.

Eines womit ich persönlich wirklich gut arbeiten kann wenn es um die Konsoliderung von Inhalten, Datenquellen und Dateien geht und was ich sehr intuitiv finde, ist SharpCloud. Mehr Infos dazu findet ihr hier: SharpCloud TV


Abschließend die Keyfacts für eure Story:

  1. Stelle Daten im Kontext dar: eine Zahl wird niemals standalone existieren, sondern Verbindungen zu anderen Daten haben
  2. Passe dich deinem Publikum an: erzähle nichts, was sie nicht verstehen. Ein Marketer wird bei einer 1x1m großen Excel-Tabelle in Ohnmacht fallen.
  3. Konzentriere dich auf ein bis zwei Kernaussagen und -zahlen: in der Kürze liegt die Würze
  4. Entwirf Szenarien, sprich eine Empfehlung aus und zeige Konsequenzen auf. So hast du eine gute Grundlage für eine fundierte Entscheidung geschaffen
  5. Visualisiere deine Story durch ausdrucksstarke Grafiken, Bilder, Videos, Audio.

Und nun: viel Erfolg fürs Data Storytelling!
Weitere Informationen und Details findet ihr auch noch einmal hier:

http://www.informationisbeautiful.net/visualizations/what-makes-a-good-data-visualization/
http://onlinemarketing.de/news/data-storytelling-die-kunst-zahlen-zum-sprechen-zu-bringen

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