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Pomotodo – maximale Effizienz durch Tomatenwecker

Habt ihr auch manchmal das Gefühl, euer Kopf platzt gleich, weil er so voll ist mit all den ToDo’s, Ideen und Plänen? Wollt euch einfach nur abschirmen, um eure Ruhe zu haben? Außeneinflüsse lassen sich ja oft ganz gut reduzieren (Handy wegschließen, Facebook-Blocker usw.) aber unser Kopf macht ja doch öfter was er will.

Eine altbewährte Technik wurde nun, angepasst an unsere digitalisierte verAPPte Welt, neu aufbereitet. Jetzt gibt es pomotodo – eine plattformübergreifende App, die Pomodoro mit GTD verbindet und dich so zu maximaler Effizienz bringen soll. Verpacke dein Leben in ToDo- Listen, wo auch immer du es willst: an Arbeit, im Bett, im Urlaub – es gibt keine Grenzen, die Listen sind auf all deinen mobilen Geräten verfügbar.

Doch was steckt hinter dieser App?
Das Prinzip der ToDo Listen basiert auf der GTD (Getting Things Done) Selbstmanagement Methode. Nicht die geplanten Aufgaben sollen im Kopf herumschwirren, sondern das Erledigen der aktuellen Aufgabe soll im Fokus stehen. Also raus mit den ganzen Aufgaben aus dem Kopf und in die App schreiben – den Kopf frei kriegen und keine Angst haben müssen, ToDos zu vergessen.

Studien zeigen, dass sich der menschliche Verstand nur für etwa 25 Minuten konzentrieren kann. Auf dieser Erkenntnis beruht die von Francesco Cirillo in den 1980ern entwickelte Methode Pomodoro. Er verwendete einen Kurzzeitwecker in Form einer Tomate (ital. pomodoro) und unterteilte die Arbeit in 25-minütige Abschnitte und Pausenzeiten, womit die Produktivität gesteigert werden soll. Die häufigen Pausen verbessern zusätzlich die geistige Beweglichkeit.

Auch bei der App pomotodo ist ein „Pomodoro“ ein 25 minütiger Arbeitsabschnitt, in dem du dich einzig und allein auf die Arbeit konzentrieren sollst – ohne jegliche Ablenkung. Ist ein Pomodoro abgeschlossen, ist es vorgesehen, dass man eine kurze Zusammenfassung der verrichteten Arbeit verfasst. Anschließend folgt eine Pause von 5 Minuten, bzw. nach vier Arbeitseinheiten eine längere von 25 Minuten.
Um seine eigene Arbeit besser analysieren und monitoren zu können, beinhaltet die App Statistiken und Verläufe deiner Nutzung. Anhand deiner Nutzung, erfährst du u.a. welches dein bester Arbeitstag war und zu welcher Tageszeit du am besten gearbeitet hast.

Um die Nutzung weiter personalisieren und mehr Optionen freischalten zu können, gibt es die Möglichkeit, auf die kostenpflichtige „Pro-version“ upzugraden. Interessanter Aspekt hierbei ist, dass es keinen festgesetzten Preis für das Upgrade gibt – jeder Nutzer entscheidet selbst, wieviel die Zusatzfunktionen wert sind.

Nachdem ich davon gehört hatte, wurde ich doch neugierig. Würde es meinen Arbeitsalltag wirklich effizienter gestalten? Ich testete die App also für eine Woche.
Zunächst fiel es mir wie erwartet schwer, mich nur auf das eine vorher festgelegte ToDo im Pomodoro zu konzentrieren. Zuviele Sachen schwirrten zusätzlich im Kopf und schnell wechselte man nochmal zu anderen Aufgaben, um einen Gedanken zu notieren. Sobald man sich jedoch in das Konzept eingefunden hat, funktioniert es besser. Bei der kurzen Zeitspanne von 25 Minuten ist man bemüht, so viel wie möglich zu schaffen und somit automatisch produktiver. Hier passt das parkinsonsche Gesetz ganz gut: „Arbeit dehnt sich in genau dem Maß aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht.“

Wer genauso ein großer Fan von ToDo Listen ist, wie ich es bin, kann mir bestätigen, dass es ein tolles Erfolgsgefühl hervorruft, wenn man eine erledigte Aktivität abhaken kann (ja manche Aufgaben werden nur aus diesem Grund mit auf die Liste genommen…)- dieses Gefühl gibt dir auch pomotodo, denn abgeschlossene pomodoros werden durchgestrichen.

Das Ziel dieser App ist das Verringern von Unterbrechungen, sowohl von internen (Abschweifungen) als auch von externen (Telefon, E-Mail). Meiner Beurteilung nach klappt das soweit ganz gut, was den internen Teil betrifft: ich habe bei mir persönlich eine stärkere Fokusiertheit und mehr Ehrgeiz beobachten können. Gegen externe Unterbrechungen wie z.B. eingehende Anrufen eines Kunden ist man jedoch manchmal machtlos und kann sie nicht einfach beiseiteschieben. Die App ist also nicht zwingend auf jeden Arbeitsalltag anwendbar- manchmal muss der Tomatenwecker dann eben doch mal warten.

Festzuhalten ist, pomotodo bietet uns eine weitere Möglichkeit, den Alltag organisierter zu strukturieren. Besonders für diejenigen, deren Gedanken leicht abzuschweifen drohen, sollte es eine Hilfe darstellen. Auch wenn es sich zugegebenermaßen um eine gewöhnungsbedürftige Arbeitsmethode handelt, sollte man es nicht missen, sie wenigstens einmal ausprobiert zu haben.

Hier gleich der Link dazu: https://pomotodo.com/

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